Im Jahre 1944 starteten am Bahnhof Buchenwald Vernichtungstransporte mit Kindern - Juden, Sinti und Roma - die zu jung oder zu schwach für die Zwangsarbeit im Konzentrationslager waren und von der SS mit Todeszügen nach Auschwitz geschickt wurden. Sie wurden fast alle in den Gaskammern ermordet.
Diesen Kindern sind die Arbeit der Initiative „Gedenkweg Buchenwaldbahn“ und die daraus entstandenen „Gedenksteine für die deportierten Kinder“ gewidmet.

Im Jahr 2007 fand eine mobile Ausstellung der Initiative "Zug der Erinnerung" im Weimarer Hauptbahnhof statt. Dieses Projekt war der Anstoß für Heiko Clajus, die Weimarer Initiative „Gedenkweg Buchenwaldbahn“ ins Leben zu rufen.

Unterstützt durch die Stadt Weimar, wurde 2007 der Gedenkweg Buchenwaldbahn auf der ehemaligen Trasse angelegt. Die Strecke ist auf einem Abschnitt von ungefähr 3,5 Kilometern Länge von Bäumen und Sträuchern befreit worden, der Untergrund befestigt und dort, wo es nötig war, trocken gelegt. Die Freilegung der historischen Bahntrasse konnte durch die Mitarbeit ehrenamtlicher Helfer aus Weimar und den Teilnehmern der internationalen Workcamps, die jedes Jahr in Buchenwald stattfinden, ermöglicht werden.

Bis zum 21. Juni 2013 hat die Initiative „Gedenkweg Buchenwaldbahn“, zusammen mit den internationalen Workscamps, für die 200 Kinder und Jugendlichen des ersten Transportes namentliche Gedenksteine angefertigt. Das Projekt wird fortgesetzt, bis für jedes deportierte Kind und jeden deportierten Jugendlichen ein Gedenkstein niedergelegt wurde.