Ab April 1944 treffen mit zwei Transporten 1 800 Sinti und Roma in Buchenwald ein. Die SS räumt den als »Familienlager« bezeichneten Teil des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Mehr als 20 000 seiner Insassen ermordet die SS. Nur weil sie Arbeitskräfte für die Kriegsanstrengungen benötigt, zieht sie einen kleinen Teil heraus, und verschleppt sie in Konzentrationslager auf dem Reichsgebiet. Die in Buchenwald ankommenden Jungen und Männer sind für schwere Zwangsarbeit in den Stollen von »Dora« vorgesehen. Nur etwa 300, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche,  bleiben auf dem Ettersberg zurück. Nach einer erneuten Selektion hat die SS für 200 von ihnen keine »Verwendung« mehr als Arbeitssklaven und stellt einen Vernichtungstransport zusammen. Am 25. September, um 10 Uhr morgens, verlässt ein Zug mit fünf Waggons den Bahnhof Buchenwald. Über Weimar, Weißenfels, Falkenberg/ Elster und Breslau bringt er 200 Sinti- und Romajungen - der jüngste ist gerade 9 Jahre alt - zurück nach Birkenau. Nach jetzigem Forschungsstand entkommen nur zwei von ihnen dem Tod.